Frühjahrskonzert am 18.04.2026

Dürfen wir Sie bitten?

Dieser Aufforderung folgten einige Zuschauende am Samstag, den 18.04.2026, als der Musikverein sein Publikum nicht zur zum Konzert, sondern zu einer Tanznacht mit Musik aus aller Welt einlud. Nun ist zwar die Stadthalle nicht mehr mit Parkett ausgelegt, dennoch glitten die Melodien der Jugend- und der Stadtkapelle sanft durch den Raum, schunkelten die Oberkörper hin und her oder wippten die Füße rhythmisch im Takt. Dass gerade unserer Rhythmussektion im Schlagwerk große Verantwortung zukam, markierte schon das erste Stück der Schwäble. Zu den eingängigen Trommelschlägen von „Dancing and Drumming“ füllte sich die Bühne mit den jungen Musizierenden. Sie präsentierten ein abwechslungsreiches Programm mit Tanzmusik unterschiedlichster Genre, mit welchem Dirigent Achim „Gonzo“ Götz auch ein wenig in seiner eigenen Jugend beim Tanzkränzle der Tanzschule Moldering schwelgte. Für sein bereits dreißigjähriges Engagement als musikalischer Leiter der Jugendkapelle und somit als prägendstes Schwäble des Musikvereins wurde er von der Vorsitzenden Kathrin Schuster geehrt.

Frisch gestärkt aus der Pause ließ die Stadtkapelle das Publikum nur kurz Verschnaufen, denn es folgte schon die zweite Tanzrunde. Dass hier eine wirklich heiße Sohle auf’s Parkett gelegt wurde, bewies der „Danzon No. 2“ des mexikanischen Komponisten Arturo Marquez. Trotz der anspruchsvollen Rhythmik entwickelte das Werk ein mitreißendes Tempo und vermittelte lateinamerikanische Spielfreude. In Etienne Crausaz‘ „Balkan Dance“ waren nicht nur die Solisten gefragt, sondern auch das gesamte Orchester samt Publikum für eine ausgelassene Gesangspassage. Zum Abschluss mussten sich die schwäbischen Füße für die ungewöhnlichen Taktarten der „Armenischen Tänze“ von Alfred Reed noch einmal konzentrieren, bevor mit dem „Mambo“ aus Bernsteins „Westside Story“ der Ausklang des Abends an der Bar eingeleitet wurde.

Wir bedanken uns herzlich für Ihren Besuch und freuen uns schon auf die kommenden Auftritte im Sommer, etwa bei unserer Muttertagsserenade oder dem Gartenfest an Himmelfahrt.