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Herbstkonzert am 13.11.2021

Endlich wieder Musik! Am 13.11.2021 fand in der Langenauer Stadthalle in vielfacher Hinsicht eine Premierenveranstaltung statt - das Herbstkonzert des Musikvereins Langenau.

 

 

„Erstmals spielen alle drei Vereinsorchester ein gemeinsames Konzert“ verkündete der Vorsitzende Julian Clamroth voller Stolz in seiner Begrüßung.

Das Kinderblasorchester „Nauspatzen“ hatte die Ehre, diesen besonderen Abend musikalisch zu eröffnen. Dirigent Thomas Seitz betrat die Bühne und es ging auch gleich sehr flott los. Das erste Musikstück hielt, was es versprach: „Pomp and Circumstance“ - mit Prunk und Pomp erklangen die ersten Töne. Anschließend schifften die Kinder mit Captain Jack Sparrow durch die Karibik, setzten einen „Flashpoint“ auf das 20-jährige Jubiläum ihres Dirigenten und waren am Ende ihres Programmteils von dem tosenden Applaus des Publikums begeistert. Denn für drei Viertel der Nauspatzen war dies der erste richtig große Auftritt.

Die kurze Umbaupause gab dem Publikum die Möglichkeit, den Blick durch die Halle schweifen zu lassen. Dabei fiel besonders die sehr realistisch wirkende Bergsilhouette an der Bühnenrückwand auf. Diese spiegelte den Spirit des Konzertes wieder: viele musikalische Höhepunkte und ein geistiges Entfliehen aus dem Alltags-Corona-Stress.

Nach dieser kurzen Rast musste die Wanderkarte nicht aufgeschlagen werden, um den weiteren Ablauf zu studieren. Von hinten nach vorne aufsteigendes Klatschen und sich reckende und streckende Publikumsköpfe kündeten den traditionellen Einlauf der Schwäble an. Mit dem belgischen Marsch „Arsenal“ zeigten die Musizierenden in den roten Kitteln dann sogleich ihr Können.

Nach der von mittelalterlichen Tänzen angeregten „Odilia“ stellte die Jugendleitung die erfolgreichen Absolventen der D1-Prüfung vor. Eine feierliche Übergabe der Anstecknadeln und Urkunden würdigte die großartigen Leistungen der neun Jugendlichen im Bereich der musikalischen Weiterbildung.

Die Gebirgsbahn „Glacier Express“ verbindet die Städte St. Moritz und Zermatt und durchquert dabei die Schweizer Alpen. Den Reisenden erwarten dabei sommerliche Bergweiden und Täler begleitet vom ständigen Rattern des Zuges über die Gleise. Unsere Jugendkapelle versetzte die Stadthalle mitten hinein in dieses majestätische Szenario.

Nach „The Greatest Showman“ und „Showtime“ wurde der ein oder andere durch das Abweichen von der geplanten Route überrascht. Die Kapellensprecher der Schwäble überreichten Achim Götz die Ehrenurkunde in Gold mit Diamant des Blasmusikverbands Baden-Württemberg für seine nun bereits 30-jährige Tätigkeit als Dirigent in Langenau. Als „Garant für qualitativ hochwertige Probenarbeit, bei der Spaß und Freude nie zu kurz kommen“ beschrieben Marco Haupt und Lillien Edel seine wichtige Arbeit für den Musikverein.

Nach nun bereits acht Etappen und 1,5 Stunden Spielzeit wurde es Zeit für die Vesperpause. Kleine Schwätzchen mit lange nicht gesehenen Freunden und Bekannten erfüllte das Foyer. Währenddessen machte sich im Hintergrund die Stadtkapelle warm für den zweiten Konzertteil.

Allerdings trat mit dem letzten Pausengong zuerst Martin Menzen als Vertreter des Blasmusikkreisverbandes Ulm/ Alb-Donau ans Rednerpult. Er ehrte aktive Mitglieder für 10-, 20- und 40-jähriges Spielen sowie 15 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im Verein.

Dann war es so weit, Patrick Egge nahm den Dirigentenstab zur Hand und die Stadtkapelle lies den Marsch „Berliner Luft“ erklingen. Hierbei konnte wahrlich in das schnelle und hektische Leben der Großstadt geschnuppert werden. Mit „Crossbreed“ von Thiemo Kraas und „Silva Nigra“ von Markus Götz folgten zeitgenössische Werke symphonischer Blasmusik. Einerseits wurde hierbei die Geschichte der Stadt Ellwangen vertont, bei der besonders die Melodie des religiösen Lieds „Segne du Maria“ immer wieder auftauchte. Andererseits führte die Marschroute das Publikum hinein in die Idylle Schwarzwälder Dörfer und ließ die obligatorische Kuckucksuhr erklingen.

Das Highlight des Abends zeigte sich jedoch durch „Suite from Hymn of the Highlands“. In drei Sätzen malte die Stadtkapelle eindrucksvolle Bilder der grünen Weiten des schottischen Hochlands mit allen musikalischen Registern, die einem Blasorchester zur Verfügung stehen. Hierbei ist vor allem der zweite Teil „Alladale“ zu erwähnen. Dieser bestach durch ein wunderschönes Saxophon-Trio.

Zum Schluss, und so schließt sich der Kreis, stand eine erneute Premiere an: Die Uraufführung des Werkes „Baldrians Wacht“ komponiert von keinem Geringeren als Patrick Egge, dem Dirigenten der Stadtkapelle Langenau. Um das Publikum noch ein letztes Mal für diesen Abend in die Welt der Musik eintauchen zu lassen, übernahm der Komponist selbst die Einführung und leitete auf die allererste öffentliche Aufführung seines Musikstückes hin. Im Mittelpunkt steht dabei die Legende über den „Schatz auf Burg Katzenstein“. Geist Baldrian taucht jede Nacht zur Geisterstunde auf, um wagemutige Abenteurer am Diebstahl des Schatzes zu hindern.

Dabei zeigte sich einmal mehr die musikalische Qualität der Stadtkapelle und die Vorfreude auf hoffentlich bald folgende Konzerte stand den Musizierenden beim Abschlussapplaus ins Gesicht geschrieben.

Das Herbstkonzert ist übrigens auch Bestandteil des Programms NEUSTART AMATEURMUSIK:

Dieses Projekt wird im Rahmen des bundesweiten Programms NEUSTART AMATEURMUSIK gefördert. Die Staatsministerin für Kultur und Medien fördert als Reaktion auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Rahmen des Rettungs- und Zukunftsprogramms NEUSTART KULTUR auch ein Programm zur Sicherung und Wiederbelebung der Amateurmusik in Deutschland.